Podiumsdiskussion zum Weltfrauentag: Hausarbeit für alle?

Die Verteilung von Arbeit basiert in unserer Gesellschaft auf einem patriarchal-bürgerlichen Alleinverdienermodell: Während Männer ihre Arbeitskraft gewöhnlich gegen Lohn verkauften, wurde die Rolle der Frauen häufig darin gesehen, unbezahlte Hausarbeit zu verrichten.

Durch Erfolge der Frauenbewegungen hat sich die Arbeitsteilung verändert. Doch auch heute zeigt sich noch, dass ein Großteil der von Frauen erbrachten Leistungen unbezahlt bleibt. Rechtliche Regelungen und staatliche Infrastruktur richten sich immer noch an dem alten Familienmodell aus. Im 21. Jahrhundert wird von Frauen erwartet, dass sie unabhängig sind und lohnarbeiten, sich um ihre Kinder kümmern und den Haushalt schmeißen, als wäre das alles kein Aufwand. Noch immer gibt es keine tatsächliche Diskussion darüber, wie mit der vielen (Haus-)Arbeit umgegangen werden soll. Sie bleibt ein unsichtbares Selbstverständnis, das jedoch unbedingt notwendig für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Das Ergebnis davon ist, dass Frauen Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind, in ihrer Erwerbstätigkeit zurückstecken müssen oder einfach viel mehr Wochenstunden arbeiten als Männer. Wir dürfen also nicht müde werden uns zu fragen, welche Arbeit gesellschaftlich notwendig ist und wie wir diese gerecht verteilen können.

Am Podium dürfen wir begrüßen:
Katharina Mader, Volkswirtin, WU
Barbara Stefan, Politikwissenschafterin, Kultur- und Sozialanthropologin, Mutter, Aktivistin beim Aufstand der Alleinerziehenden
Flora Petrik, Junge Linke

Nähere Infos gibts auf unserer Homepage: https://www.jungelinke.at

8. März 2020@ 19:00
19:00